2026-02-02
GPSR Bußgelder - was wirklich droht und wie Behörden prüfen
Bis 100.000 € pro Verstoß sind möglich. Wir zeigen reale Fallzahlen, wie Behörden Online-Shops auswählen und welche Verstöße am häufigsten geahndet werden.
Die GPSR sieht Bußgelder vor, die je nach Mitgliedsstaat unterschiedlich hoch ausfallen. In Deutschland regelt das ProdSG die Sanktionen.
Bußgeld-Rahmen pro Verstoß
- Fehlende Pflichtangaben (EU-Verantwortlicher, Hersteller-Adresse): bis 100.000 €
- Fehlende Sicherheitshinweise: bis 30.000 €
- Verletzung der Rückrufpflicht: bis 100.000 €
- Falsche oder irreführende Konformitätserklärung: bis 50.000 €
Wie Behörden Shops auswählen
Die Marktüberwachungsbehörden arbeiten in den meisten Bundesländern stichprobenartig - mit Schwerpunkt auf:
- Beschwerden von Verbrauchern oder Wettbewerbern
- Auffälligkeiten in der EU-Schnellwarnsystem-Datenbank (Safety Gate)
- Algorithmische Scans öffentlicher Shopify-Shops nach fehlenden Pflichtangaben
Die häufigsten Fehler in der Praxis
1. Postfach statt Adresse beim EU-Verantwortlichen
Postfächer reichen nicht. Es muss eine ladungsfähige Anschrift sein.
2. Hersteller-Adresse nur im Footer
Sie muss pro Produkt sichtbar sein, nicht nur global im Impressum.
3. Generische Sicherheitshinweise
"Bitte beachten Sie die Sicherheitshinweise" reicht nicht. Es müssen konkrete, produktbezogene Hinweise sein.
Was du tun kannst
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